Neulich habe ich gelesen, wie jemand in einem Forum die Frage stellte: "Welche Eigenschaften hat Gott?" Bevor ich meine Gedanken dazu niedertippe etwas vorweg: Die Frage soll nicht aus einem religiösen, sondern aus einem philosophischen Blickwinkel heraus betrachtet werden. Es sollte sich also weder jemand zwangsevangelisiert noch auf den Schlips getreten fühlen.
Das Wort "Attribut" bezeichnet Eigenschaften und Charakteristica bestimmter Objekte. Hier werden bereits die ersten HALT sagen, da Gott über jeglichen Eigenschaften stünde. Wahrscheinlich würden genau die dann auch anfangen, Gott zu beschreiben, indem sie aufzählen, was er alles nicht ist. Also Gott ist nicht grün, blau, rund, ... Das Problem hierbei ist nur, dass die ganze Beschreibung etwas negativ angehaucht ist, weil sie ja gar nicht erwähnt, was Gott überhaupt ist.
Zunächst mal klingt es logisch, wenn wir sagen können, dass Gott (sofern es einen gibt) lebendig ist. Manche würden auch sagen "Gott ist Liebe", aber auch da besteht ein Problem. Nach "ist" kann sowohl ein Adjektiv als auch ein Nomen stehen, was das ganze etwas verwirrend werden lässt aufgrund der Doppeldeutigkeit. Geht man von letzterer Bedeutung aus könnte man aber genausogut sagen "Liebe ist Gott", was ja wiederum entscheidende Veränderungen im Glauben bedeuten würde, weil man nicht mehr einem Gott ein Attribut zuschreibt, sondern ein Gefühl vergöttlicht.
Warum ich finde, dass wir Gott überhaupt keine Attribute zuschreiben sollten ist, weil das sofort eine Begrenzung Gottes darstellen würde und ihn auf das Level eines menschlichen Wesens herabsetzen würde. (Natürlich würde es ihn nicht im eigentlichen Sinne begrenzen, aber immerhin unsere Vorstellung von ihm). Der Punkt ist einfach, dass Gott selbst frei ist von allen "weltlichen" Begrenzungen ist. Ob man nun an ihn glaubt oder nicht, aber eine Attributierung entzieht ihm gleichwohl den Namen, weil man von einem Gott wohl erwarten kann, dass er sich von weltlichen Grenzen nicht irritieren lässt.
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Wie schon im Opinionblog erwähnt, muss ich diesen leider aus zeitlichen Gründen schliessen. Ich habe jedoch einige Artikel nach drüben übernommen in einer eigenen Kategorie, das Thema wird also weitergeführt. Ich kann mich dem nur nicht mehr so intensiv widmen, daher jetzt nur noch seltener. Besucht einfach meinen Opinionblog und schaut dort, was es neues gibt.
Auch unser Kangal Projekt Kangalworld schreitet voran und kostet einiges an Zeit. Hier könnt ihr also begutachten, was mir so die Zeit raubt.
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Losen?

Mir ist etwas lustiges und zugleich verwirrendes aufgefallen. Viele Christen verachten Menschen, die sich etwa ihr Jahreshoroskop aufstellen lassen oder Karten legen etc., um zu wissen, was auf sie zukommt. Sie denken, dass solche Leute naiv sind oder dumm, keinen Durchblick, keine Erkenntnis haben und abergläubig sind. Aber sie selbst schlagen die Bibel mit geschlossenen Augen auf, deuten per Zufall auf einen Vers und sehen ihn dann als persönliche Botschaft für sich an. Wenn der Vers dann nicht zur momentanen Situation passt oder eben nicht das beinhaltet, was sie gerne hören würden, wird die Prozedur so lange wiederholt, bis man findet, womit man meint sich zufrieden geben zu können. Da frage ich mich doch - wo ist der Unterschied?
Viele Bibelkundige werden jetzt beteuern, dass es ja auch solche Stellen in der Bibel gibt, an denen man loste, um Gottes Wille ausfindig zu machen. Richtig, die gibt es tatsächlich. Aber alle diese Stellen befinden sich zeitlich gesehen vor einem bestimmten Ereignis. Nämlich als der heilige Geist über die Menschen kam. Weil plötzlich mit dem heiligen Geist eine besondere Verbindung zu Gott hergestellt wurde und man einen Schlüssel hatte zu dem, was Gott einem sagen wollte, was es nicht mehr nötig per Los nach Gottes Willen zu suchen.
Deshalb liebe Mitchristen ... bevor ihr andere haushoch kritisiert, fangt bei der eigenen Haustür an und überdenkt auch mal eure Sichtweise.
Neues Jahr - neuer Stress?

Noch 361 Tage bleiben uns vom Jahr 2009 und viele werden morgen ihren ersten Arbeitstag des Jahres haben. "Geht die ganze Hetze eben von vorne los...", wird sich der ein oder andere denken. Ein weiteres Jahr voller Problem- und Arbeitsberge liegt vor uns. Und wo bleibt die Stille?
"Sie stiegen in ein Boot und fuhren an eine einsame Stelle. Aber viele sahen sie abfahren." Markus 6,32 u. 33
Jesus ließ sich nicht von der Masse sein Arbeitstempo aufdrängen und lehnte es ab, sich in die Hektik einnehmen zu lassen. Er fuhr in die Stille. Er hat es richtig gemacht, indem er sich gegen den ganzen negativen Stress, gegen ein unsinniges Arbeitstempo und gegen die Rastlosigkeit gewandt hat. Fassungslos sahen die Menschen hinter ihnen her.
Keiner von uns braucht sich zu hetzen, weil wir unser Tempo allein von Gott vorgeschrieben bekommen. Wenn wir bei ihm sind, bekommen wir immer wieder Atempausen, wo wir zu uns selbst zurückfinden können. Also wenn wir uns Gott zuwenden, kann uns die ganze Hetze von außerhalb nichts mehr anhaben, weil unser Herz und unsere Gedanken zur Ruhe kommen.
Wir lassen uns viel zu häufig nur von unserem Ehrgeiz leiten, Prestige und dem Drang, immer bei allen beliebt und anerkannt zu sein. Aber mitten in diesem ganzen Trubel könnten wir bei Gott die Ruhe finden, die wir uns wünschen, trotz einem vielleicht sehr arbeitsreichen Alltag.
Die Qual der Wahl?
Gestern hatte ich eine kurze Unterhaltung mit einer jungen Frau, die mich ziemlich traurig gemacht hat. Irgendwie sind wir auf das Thema Gott gekommen und ich fragte sie, woran sie denn glaube. Sie gab in etwa diese Antwort:
"Eigentlich bin ich gar nicht gläubig, aber ich bekomme schon Angst, weil mir viele Christen in meinem Umfeld solche Horrorvisionen von der Hölle ins Gesicht schlagen. Deshalb hab ich mir jetzt schon überlegt an Gott zu glauben ..."
Ich war erstmal ein bisschen verwirrt ... "überlegt an Gott zu glauben" ... kann man entscheiden glauben zu WOLLEN? Also kann man seinen eigenen Willen ohne fremde Hilfe beeinflussen? Was aber eigentlich gar nicht das schlimme war, wahrscheinlich hat sie sich einfach nur blöd ausgedrückt.
Das eigentlich schlimme finde ich die Verantwortungslosigkeit der Christen in ihrem Umfeld. Sie ist da noch etwas detaillierter drauf eingegangen und mir ist die Kinnlade immer weiter runtergefallen. Meiner Meinung nach grenzt das schon fast an Zwangsmissionierung. Ich meine, was erreichen sie denn? Dass sie an Gott glaubt aus Angst vor der Hölle, nicht aber aus Liebe zu Gott und weil sie ihm nachfolgen möchte! Was bitte macht dieser "erzwungene" Glaube für einen Sinn?
Das ist doch, als würde ihr jemand eine Knarre an den Kopf halten und sagen:"Entweder du glaubst jetzt dran, oder es passiert was." Klar wird sie irgendwie sagen "Ja, ich glaub dran". Aber doch nur aus Panik und Angst, nicht aus Liebe und Erkenntnis.
Genau das habe ich ihr dann auch gesagt, ihre Reaktion war folgende:
"Und was bringt mir das? Doch nur, dass die Knarre trotzdem abgedrückt wird, weil ich ja nicht wirklich an Gott glaube, sondern nur das nette Hintertürchen benutze. Das sieht er doch bestimmt und ich krieg trotzdem keinen Platz im Himmel."
Klar sieht er das. Er sieht aber auch das Vorgehen, welches deine Missionare an den Tag gelegt haben. Also bitte ... liebe Kollegen .... Mission ist sehr wichtig. Aber dann doch bitte fair und nicht mit solch subtiler, psychologischer Beeinflussung und Erpressung.
"Eigentlich bin ich gar nicht gläubig, aber ich bekomme schon Angst, weil mir viele Christen in meinem Umfeld solche Horrorvisionen von der Hölle ins Gesicht schlagen. Deshalb hab ich mir jetzt schon überlegt an Gott zu glauben ..."
Ich war erstmal ein bisschen verwirrt ... "überlegt an Gott zu glauben" ... kann man entscheiden glauben zu WOLLEN? Also kann man seinen eigenen Willen ohne fremde Hilfe beeinflussen? Was aber eigentlich gar nicht das schlimme war, wahrscheinlich hat sie sich einfach nur blöd ausgedrückt.
Das eigentlich schlimme finde ich die Verantwortungslosigkeit der Christen in ihrem Umfeld. Sie ist da noch etwas detaillierter drauf eingegangen und mir ist die Kinnlade immer weiter runtergefallen. Meiner Meinung nach grenzt das schon fast an Zwangsmissionierung. Ich meine, was erreichen sie denn? Dass sie an Gott glaubt aus Angst vor der Hölle, nicht aber aus Liebe zu Gott und weil sie ihm nachfolgen möchte! Was bitte macht dieser "erzwungene" Glaube für einen Sinn?
Das ist doch, als würde ihr jemand eine Knarre an den Kopf halten und sagen:"Entweder du glaubst jetzt dran, oder es passiert was." Klar wird sie irgendwie sagen "Ja, ich glaub dran". Aber doch nur aus Panik und Angst, nicht aus Liebe und Erkenntnis.
Genau das habe ich ihr dann auch gesagt, ihre Reaktion war folgende:
"Und was bringt mir das? Doch nur, dass die Knarre trotzdem abgedrückt wird, weil ich ja nicht wirklich an Gott glaube, sondern nur das nette Hintertürchen benutze. Das sieht er doch bestimmt und ich krieg trotzdem keinen Platz im Himmel."
Klar sieht er das. Er sieht aber auch das Vorgehen, welches deine Missionare an den Tag gelegt haben. Also bitte ... liebe Kollegen .... Mission ist sehr wichtig. Aber dann doch bitte fair und nicht mit solch subtiler, psychologischer Beeinflussung und Erpressung.
Mehrere Götter?
Gott ist in der Sphäre des Metaphysischen, also dem was "jenseits der Physik ist". Die Physik ist unsere materielle, empirische Welt, die wir mit den uns bekannten Wissenschaften erklären können. Die Metaphysik dagegen ist alles, was wir in der materiellen Welt nicht erklären können.
Diese verschiebt sich natürlich im Laufe der Zeit. Die Radiowelle war mal jenseits unserer Physik, jetzt beherrschen wir sie . Das sollte man dabei immer im Auge behalten ... Ist nicht auszuschliessen, dass wir eines Tages alles mit Naturwissenschaften erklären können, obwohl ich mir selbst nicht vorstellen kann, wie das in der Sphäre mit Gott funktionieren soll ...
Nun ist es ja denkbar, dass es in einer anderen Welt Wesen gibt, die für uns Jenseits aller Vorstellungskraft sind, die eine nahezu unbegrenzte Macht über die physische Welt haben, die aber dennoch Gott toal unterworfen sind. Sie können Gottes Natur noch viel besser verstehen als uns das überhaupt vorstellbar ist, wären aber dennoch im Vergleich zu Gott total unwissend. Im Vergleich zu uns könnten sie natürlich aber fast allwissend sein und deswegen fast allmächtig.
Diese Wesenheiten in anderen Ebenen könnten vielleicht den Vorstellungen von Engeln oder Dämomen entsprechen und dann je nach Ausmaß ihrer Macht auch Wunder vollbringen.
Aber ich weiß es nicht ... ich glaube nur.
G.O.T.T.

"Woran denken Sie, wenn Sie an Gott denken?"
Eine Meinungsumfrage dieser Art dürfte zahlreiche unterschiedliche Antworten zutage bringen. Aber zusammenfassend kann man sagen, dass es fünf Standpunkte gibt, bei denen sich fast jeder in einen davon einordnen lässt.
Die erste Antwort käme von denen, die im "strenggläubigen" Sinne an Gott glauben. "Gott ist der allmächtige und allwissende Schöpfer der Welt. Er existiert seit ewig und in alle Ewigkeit." Der aufgeklärte Gläubige würde das Prädikat "Ewigkeit" als ein Sein Gottes jenseits aller Zeiten verstehen, da nur die Welt der Zeit unterliegt, nicht aber ihr Schöpfer. Diese Auffassung von Gott haben alle monotheistischen Religionen.
Die zweite Gruppe der Befragten würde das Gegenteil behaupten: "Gott gibt es nicht." Dies ist die Meinung der Atheisten. Die weniger gebildeten würden wahrscheinlich pauschal auf die "schlechte Welt", das Unglück und das viele Leid hinweisen. Andere, die etwas von atheistischen Philosophen gelesen haben (Feuerbach, Marx, Engels ...) würden ergänzen, Gott sei eine Projektion des Menschen, der Gott nach seinem eigenen Abbild erfindet. Also sei Gott nichts anderes als unser eigenes Gedankenprodukt.
Die dritte Gruppe sind die, die eigentlich gar keine Antwort geben. "Gott? Ich weiß nicht, ob es ihn gibt." Die Agnostiker, also "Erkenntnisleugner". Sie leugnen nicht Gott, aber die Möglichkeit, Hinweise auf ihn zu erkennen.
Die vierte Gruppe sind die "Ersatzgläubigen". Ihnen bleiben nur unbestimmte Bezeichnungen für Gott, wie "das Göttliche", "die höhere Macht" etc. Ein bloßes "Gottesgefühl" ist eben nicht jedem ein befriedigender Beweise für seinen Willen an Gott zu glauben.
"Mystiker", so kann man die fünfte Gruppe nennen."Gott und die Welt sind eins. Gott ist in der Welt und die Welt ist in Gott." Es gab auch Mystiker in der christlichen Religion, wenngleich sie es nicht wagten, die totale Identifikation von Gott, Welt und Mensch auszusprechen. Das Wort "Mystik" kommt vom griechischen "myein", "die Augen schließen", was andeutet, dass mystische Erkenntnis nicht im äusseren Begreifen liegt, sondern ein Innen-Erleben ist.
Mich selbst wähne ich irgendwo zwischen erstem und drittem Standpunkt.
Da ich aber bisweilen an Gedankenüberschuss zu diesem Thema leide und es ohnehin als Aufgabe sehe, Menschen zum Nachdenken anzuregen, habe ich beschlossen einen zweiten, eigenen Blog zu diesem Thema zu erstellen.
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